Leider hatte die Vorstandschaft keine andere Wahl als den bestehenden Mietvertrag zum Ende August 2008 zu kündigen.
Wo danach die Heimat der Ausdauerabteilung und des TVH sein wird wird diskutieren wir momentan noch.

Das jetzige Gebäude befindet sich zwischen dem Autohaus Dornig und dem Bahnhof in Helmbrechts und die Ausdauerabteilung war der fleißigste Nutzer...
Hier der Artikel dazu aus dem Gästebuch des Hauptvereins:
Ende August ist der
TVH’fen Geschichte - gut so, leider!
Im Juli 2003 haben die Bauarbeiten für ein neues Vereinsheim in der
Bahnhofstraße begonnen. Nach der leider unvermeidlichen Schließung und
dem Abriss der Vereinsturnhalle haben die Verantwortlichen des TVH nach
einem neuen Domizil für den Verein gesucht. In einem seit vielen Jahren
leerstehenden, sehr sanierungsbedürftigen Haus in der Helmbrechtser
Bahnhofstraße glaubte man das ideale Vereinsheim gefunden zu haben. Zwar
warteten total marode, geradezu verwahrloste Räume auf die neuen Nutzer
– von der Elektroverteilung über die Wände und Böden bis hin zu den
Decken musste nahezu alles erneuert werden. Löcher und Schlitze befanden
sich in den Wänden, der Putz bröckelte, die Elektroinstallation war
veraltet, abgehängte Decken waren herausgerissen, sogar Wasserleitungen
waren irgendwann mal einfach abgezwickt worden.
Das Projekt hat der Turnverein trotzdem mit viel Elan angegangen, nicht
zuletzt weil von der Vermieterseite ein dauerhafter Mietvertrag zu
günstigen Konditionen in Aussicht gestellt wurde.
Mehr als 25.000 Euro hat der TVH hier investiert, doch – noch wichtiger
– auch sehr viel Herzblut. In hunderten Arbeitsstunden haben viele
Helfer das Vereinsheim zu dem gemacht was es war – eine Fotoshow zu der
in Gegenwart des Landrats gefeierten Eröffnung hat die durch den Einsatz
vieler erfolgte Verwandlung der ehemals kaputten Räumlichkeiten
eindrucksvoll dokumentiert. Helle, freundliche, und komplett
überarbeitete Räume haben nicht nur die zahlreichen Besucher der
Eröffnungsveranstaltung begeistert.
Jetzt sind fast fünf Jahre vergangen - Zeit, Bilanz zu ziehen. Der
Eigentümer hat gewechselt, die Wohnung über dem TVH’fen ist
zwischenzeitlich von der neuen Eigentümerin bewohnt. Die Verdoppelung
der Miete für den TVH’fen wurde von der Eigentümerin angekündigt,
allerdings sollte diese neue Miete nur für ein Jahr(!!) gelten, danach
wurden neue Verhandlungen in Aussicht gestellt. Sicher nicht mit dem
Ziel, die Miete wieder zu verringern.
Die neue Vermieterin hat in den letzten Monaten viele Forderungen
erhoben, mündlich wie schriftlich. Unter Androhung der sofortigen
Kündigung wurden vereinsexterne Feiern verboten, vereinsinterne
Veranstaltungen nur noch nach Absprache mit der Eigentümerin erlaubt,
Zimmerlautstärke ab 22 Uhr verhängt und zudem verfügt, dass im
Treppenhaus weder geraucht, getrunken noch laut gesprochen werden darf.
Die dauerhafte Erfüllung all dieser Bedingungen kann bei einem
Vereinsheim naturgemäß nicht sichergestellt sein.
Vor diesem Hintergrund hatte die Vorstandschaft keine andere Wahl, als
das Mietverhältnis mit (übrigens einstimmigem) Beschluss zu beenden.
Auch zum Auszug des TVH liegt schon wieder ein Forderungskatalog vor.
Zurück bleibt Frust, Verbitterung und Enttäuschung. Fairplay sieht
anders aus!
Der Fairness halber veröffentliche ich auch die Reaktion von Gaby Wolf, Vermieterin des TV H´fen:
Gabi Wolf
(info@teppichhaus-fickenscher.de)
An den Verfasser des Artikels “Ende August ist der TVH´fen
Geschichte - gut so, leider !“ vom 22.06.08
Als neue Vermieterin möchte ich klarstellen:
Vom ersten Tag an wurde zwischen Vermieter und Pächter
vereinbart und per Handschlag besiegelt, dass kein
Wirtshausbetrieb stattfinden durfte (keine Gaststättenlizenz
vorhanden!). Vereinsinterne Veranstaltungen waren jederzeit
möglich und fanden auch zahlreich und ohne Probleme statt.
Erst als durch Untervermietung zu Partyzwecken, z.B. für
verschiedene Familienfeiern eine massive Ruhestörung auftrat
…ich spreche von voller Lautstärke bei geöffneten Fenstern bis 2
Uhr morgens….welche die Nachtruhe der Anwohner des öfteren aufs
empfindlichste störte, bat ich mit Rücksicht auf die Nachbarn,
die Fenster ab 22 Uhr wegen der Musik zu schließen.
Dass in einem Treppenhaus nicht gegrölt und rumgeschriehen wird,
dass kein Alkohol auf dem Teppichboden ausgeschüttet und keine
Gläser zertrümmert werden, keine Zigaretten im Treppenhaus
geraucht und dann nicht einfach auf dem Bodenbelag ausgedrückt
werden, keine Betrunkene im und vor dem Haus ihr Unwesen
treiben, dies alles setzte ich als selbstverständlich
voraus…..musste mich aber eines besseren belehren lassen.
Richtig ist, dass die angemieteten Räumlichkeiten
renovierungsbedürftig waren und deshalb ein Mietpreis von nur 50
Cent/qm vereinbart wurde.
Richtig ist, dass ich die Miete von 50 Cent /qm auf 1 Euro /qm
verdoppeln wollte.
Richtig ist, dass ich den Mietvertrag wegen oben genannten
Vorkommnissen immer nur um ein Jahr verlängern wollte…von einer
weiteren Mieterhöhung war allerdings nie die Rede.
Richtig ist aber auch : Fairplay sieht anders aus !
MfG
Gabi Wolf